Highlight des Tages, Besuch im Nagelstudio und Besuch im botanischen Garten Jardim Botânico.
Vormittags hatte Pola einen Termin und nahm mich mit. Maniküre und Pediküre bei meiner Namensvetterin stand auf dem Programm, wie sollte ich dem widerstehen? Ein bisschen aufhübschen im Land der schönen Brasilianerinnen kann nicht schaden. Über die Farbe, die für mich angemessen sein sollte, waren sich Claudia und Pola sofort einig. Ein kräftiges Rot für die Füße und ein Touch mehr Orange für die Finger.
Die Art der Behandlung war im Vergleich zu Deutschland, sagen wir mal – rustikaler. Der Lack wurde nicht ganz so sorgfältig aufgetragen, wie ich das aus Deutschland her kenne, dafür wurde wesentlich mehr gelacht. Und mit den frisch lackierten Füßen musste ich nicht selbst in die Flipflops steigen, sondern sie wurden mir achtsam von Claudia über gestreift.
Am Nachmittag besuchte ich den Jardim Botânico, einer der schönsten Gärten Brasiliens. Pola hatte mir nun doch ein Taxi bestellt, denn bei Uber bestimmt die Nachfrage den Preis. Scheinbar war in dem Moment viel los. Pola verglich und stellte fest, dass das Taxi nur die Hälfte kostete. Allerdings brachte mich der Fahrer nicht zum Eingang des Gartens, sondern entließ mich mitten in dem gleichnamigen Stadtteil. Etwas verwirrt streifte ich durch die Straßen, stieß bei der Suche nach dem Park auf ein ansprechendes Café und gönnte mir einen Cappuccino. Immer das Beste aus der Situation machen. 😁
Jardim Botânico hat eine beeindruckende Flora und Fauna zu bieten, aber zu meiner Entzückung gibt es dort auch unglaublich viele wunderschöne Vögel.
Hingegen eine Oase der Stille, wie der Park in den Reiseführern beschreiben wird, ist er nicht. Die Vielzahl von Vögeln sind eine Quelle des Krachs, was okay wäre, es ist ein schöner Krach. Aber kaum hatte ich mein Handy gezückt um eine Tonaufnahme zu machen, mischte sich ein unangenehmes Geräusch dazwischen – Hubschrauberlärm. Schließt man die Augen kommt man sich vor wie in einem Actionfilm, eine Verfolgungsjagd per Helikopter in Dauerschleife. Auch wenn Rio als gefährliches Pflaster gilt, die Hubschrauber fliegen aus touristischen Gründen. Man kann Rundflüge buchen, die einem die Stadt von oben zeigen und das wird scheinbar reichlich genutzt.
Leise ist es nie in der Stadt und ein Brasilianer, mit dem ich darüber sprach meinte, Rio sei inzwischen lauter als Mumbai oder Peking.













