Ein Uberfahrer in Rio, der während der 45 min langen Fahrt Fußball schaut 😵💫
Ein Flug mit Turbulenzen und einer Schlaftablette.
Der deutsche Boden unter den Füßen bleibt ungeküsst. Jetzt in Frankfurt. Vor mir der letzte Flug.




Als ich nach der Landung am BER zum Gepäckband komme, merke ich, wie sich in mir erst Verwunderung und dann Fassungslosigkeit aufbaut. Die Gepäckrollwägen sind wie Einkaufswägen bei Rewe & Co, einander gekettet und müssen mit 1€ ausgelöst werden. Alternativ 1 U$ Dollar, 1 Schweizer Franken und noch eine Währung, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Wow! Berlin begrüßt seine internationalen Gäste (die vermutlich ohne Cash reisen, weil inzwischen weltweit elektronisch gezahlt wird) gleich mit einer klaren Botschaft – bei uns herrscht Ordnung!
Ich habe nur ein 2 € Stück und spreche einige Mitreisende an ob sie mir wechseln können, fast alle schütteln den Kopf. Nur eine ältere, asiatisch aussehende Frau wühlt in ihrem Portmonee und schenk mir dann einen Chip für Einkaufswagen. Ich bin dankbar für diesen Akt der Freundlichkeit, denn mein Rücken schmerzt nach dem langen Sitzen vom meinem Sturz aus der Hängematte, und will den Rucksack nicht schleppen.
In der Empfangshalle suche ich nach dem Gleis für den Airport Shuttle. Ich folge der Ausschilderung und lande bei der S-Bahn. Aber der FEX fährt von einem Gleis das irgendwo anders ist. Eine Ausschilderung von den S-Bahn Gleisen dorthin gibt es nicht.
Während meiner ganzen Reise war ich nicht so lost wie am Berliner Flughafen. Ich stelle mir vor wie Touristen, die nicht der deutschen Sprache mächtig sind, versuchen sich hier zu orientieren.
Ich will kein Berlin Bashing machen, aber was sich die Macher dieses Flughafen hier gedacht haben ist zum Fremdschämen. Überall in den letzten Wochen habe ich mich smooth durch die Flughäfen bewegt. Aber in Berlin scheiterte ich, ich renne von A nach B um meine Gleise zu finden. Und als ich ich sie endlich gefunden habe, gibt es weder an den Rolltreppen, die nicht funktionieren, noch am weit entfernten Fahrstuhl eine Abgabestelle für den Rolli. Den ich eigentlich ordentlich zurückgeben muss um den Euro / … zurückzubekommen. Ich lasse das Teil einfach irgendwo stehen. Es ist grotesk!

Umso schöner ist es, als ich die Wohnung betrete und mich ein Blumenstrauß empfängt. Was für eine freudige Begrüßung von meiner Nachbarin Heide, meiner Mitbewohnerin Carina und meiner Schwester Lydia. 💜💜💜
