Als ich die Reise plane, wusste ich sofort, ich möchte in den Amazonas. Es sind so viele Bilder in meinem Kopf über den größten Regenwald der Erde. Die beiden Flüsse Rio Negro und Rio Solimões kommen hier zusammen und während der Regenzeit sind alle Flüsse und Verästelungen mit Wasser überschwemmt, sodass man mit dem Boot zwischen den Kronen der riesigen Bäume umher kreisen kann. Zwischen der Trockenzeit und dem Ende der Regenzeit beträgt der Unterschied 15m.









Der Amazonas ist faszinierend, aber irgendwie hatte ich ihn mir spektakulärer vorgestellt. Ein bisschen fühle ich mich an den Spreewald erinnert, nur alles in groß und mit Palmen. 😉
Wilde Tiere habe ich keine gesehen, außer Reza, dem kleinen Affen, der täglich in der Lodge vorbeischaute. Keine Schlangen, keine Kaimane (Krokodile), nur Piranhas, zum Glück auch keine Spinnen und Skorpione. Dafür jede Menge Vögel. Der Sound des Dschungels ist weniger spektakulär als ich mir das gedacht hatte. Trotzdem bereue ich es keine Sekunde im Amazonas gewesen zu sein.
Einen kleinen Eindruck konnte ich gewinnen, wie hier die ursprünglich indigenen Bevölkerung heute lebt und ihre Kommunen organisiert.








Und auch ohne ein Schiff über den Berg bringen zu wollen bekam ich eine Ahnung, wie anstrengend das Leben hier sein muss. Unsereins würde keine zwei Tage überleben, obwohl der Regenwald so viele Schätze verbirgt. Das Wissen um Medizin und Nahrungsmittel wird noch immer an die nächsten Generationen weitergegeben.





Vielleicht könnte ich einen Tag überleben, denn Piranhas fischen haben wir gelernt. Zugegeben, es war mehr ein Piranhas füttern, zum Glück ohne Opfer. Die Biester sind nicht so gefährlich wie ich dachte, außer sie riechen Blut. Nixon unser Guide hat eine fette Narbe. Vor ein paar Jahren wurde er gebissen, eine sehr schmerzhafte Erfahrung die er niemanden wünscht.
Zwei Piranhas gingen mir an den Haken —juhu. Abends kommen sie gebraten auf unseren Tisch. Es ist nicht viel dran, doch das Fleisch ist lecker.









