Als ich am Mittwoch aufwachte, schien die Sonne. Seit meiner Ankunft war es grau und regnerisch, wenn auch immer warm. Aber Mittwoch lachte ein blauer Himmel. Der perfekte Tag, um auf den Zuckerhut zu gehen.
Der Zuckerhut ist ein Wahrzeichen von Rio. Man kann sich ganz bequem mit einer Seilbahn auf den Gipfel bringen lassen oder einen Teil der Strecke nach oben wandern. Ich entschied mich für Letzteres. Der Weg ist ungefähr 2,5 Kilometer lang und man muss zirka 200 Höhenmeter überwinden. Belohnt wurde ich mit einem schönen Aussichtspunkt. Danach kommt die Zwischenstation.



Die meisten Touristen nehmen die Seilbahn von unten, müssen aber an der Zwischenstation umsteigen, dementsprechend voll ist es. Und wo viele Touristen sind, gibt es viel Rummel. Ein Basar an touristischen Angebote, von Souvenirläden, Hüten, Sonnenbrillen, Imbissbuden, gebrannte Mandeln und allerlei mehr. Große Attraktion – Hubschrauber Rundflüge.
Mein tägliches Missgeschick mit den Transportmitteln in Brasilien habe ich fortgesetzt. Ich kaufte mir ein Ticket für die Seilbahn, war ein bisschen beleidigt, als die Verkäuferin mich fragte, ob ich vielleicht über 60 wäre (wie kam sie nur darauf *grumbelgrumbelgrumbel*? Es konnte nur an meinem, vom Aufstieg erschöpften Äußerem liegen *grumbelgrumbelgrumbel*) und freute mich dann darüber, weil ich nur den halben Preis zahlen musste.
Dann stelle ich mich an und beobachtete genüsslich das Verhalten von Menschen in Warteschlangen, wenn es darum geht als Erste mitgenommen zu werden.
Es war zwar voll, aber nicht ganz so voll, und 10 min später war ich in der Kabine. Und dann völlig erstaunt, als diese sich nicht aufwärt sondern abwärts in Gang setzte. Nicht hoch zum Gipfel sondern dahin, wo ich vormittags mühsam meinen Aufstieg begann. Zum Glück, das Kabinenpersonal war gnädig, ich durfte mit der nächsten Fuhre zurück nach oben.
Es leben die freundlichen Brasilianerinnen!







Nach diesem kleinen Umweg schaffe ich es auf den Gipfel zu kommen. Oben gibt es einen sehr begehrten Aussichtspunkt für Selfies. Um diesen Aussichtspunkt bildete sich eine Warteschlange und erbostes Gezeter erklang, wenn jemand diese Schlange nicht beachtete. Und weil es dort weit und breit keine Möglichkeit gab, mein iPhone geschickt zu positionieren, blieb für mein Selfie nur eine weit weniger attraktive Aussicht. 😉





Vom Zuckerhut aus hat man einen wunderbaren Blick auf Rio. Es ist schön zu sehen, wie sehr die Stadt in den grünen Hügeln verteilt und wie sie sich um unzählige lieblichen Buchten ausgedehnt hat.
Hinter dem Touristenbasar, auf der anderen Seite der Gipfelstation, ziehen sich Wege in das Gelände. Es gibt dort Kunstexponate und herrliche Blicke auf die Stadt. Und jede Menge Geier, die sich von den wenigen Besuchern, die sich bis hierher verirren, nicht stören lassen. Somit hat eine Souvenirmeile auch was Gutes. Touristen werden weg gefiltert.









Tag 5 Donnerstag
Ein erster Durchhänger, beim Aufwachen hatte ich Kreuzschmerzen, war ich ziemlich schlapp und mein Magen fühlte sich mau an. Es war unglaublich schwül. Ein Tag für Shopping in einer kühlen Mall, mit vielen Sanitäranlagen, was sich für mich als günstig erwies. 🧻 Der Koffer muss nicht leer zurück. 😇 Ungewöhnlichste Beute: ein Massagegerät, das in jeder Höhe an einen Rückenlehne befestigen werden kann. Mit rotierenden Kugel, die warm werden. Mein schmerzend Rücken war begeistert!
