Tag 1

Whaaa, es geht los. Mein beginnende Erkältung konnte ich weitgehend wegdrücken. Zum Glück, die Nase läuft nicht mehr. Ich habe eigentlich noch einen relaxten Sonntag vor mir, aber die innere Ruhe fehlt. Die Zeitung lasse ich links liegen, lieber kümmere mich um mein Handgepäck. Habe ich wirklich an alles gedacht? Oh nein, noch schneller ein Backup machen vom iPhone – man weiß ja nie.

Dann werden alle Taschen durchsucht, habe ich ihn wirklich nicht eingepackt? Ne mein schöner Lipgloss ist verschwunden. Nehme ich Socken mit in die Kabine oder lieber die Flipflops? Erst kommen die Socken ins Handgepäck. Dann fliegen sie wieder raus und weichen den Flipflops. Ungefähr eine Stunde später entscheide ich mich um, lieber doch die Socken. Meine Flipflops mit den festen Sohlen sind im Koffer, ein zweites Paar ist ja wohl nicht nötig und wenn, kann ich das ja immer noch vor Ort kaufen.

Dann schnell noch Brötchen und eine Zimtschnecke besorgen, ein Abschiedskaffee mit meiner lieben Nachbarin Heide, nochmal schnell alle Mäntel und Jacken nach dem Lippenglos durchsuchen, ist denn auch mein Computer aus? Treppe rauf, Treppe runter…

Um 15:40 muss ich los. Carina, meine temporäre Mitbewohnerin schaut besorgt aus dem Zimmer, „Alles klar Claudi? Brauchst du noch Hilfe?  Es regnet in Strömen. Ich beschließe spontan mit dem Uber zum Südkreuz zu fahren und von dort den Zug zum Flughafen zu nehmen.

Carina hilft mir den Koffer (18 kg) runter zu schleppen und ein Uber zu bestellen. Uber muss ich noch üben, es wird in Brasilien die sicherste Methode sein um innerhalb einer Stadt von A nach B zu kommen. Jetzt aber husch husch. Just in time komme ich am Gleis an, um in den Zug zum Flughafen BER zu springen. Meinen Fahrschein konnte ich in der Eile nicht entwerten, na das geht ja schon mal lustig los!

Erste Station Frankfurt. Der Flieger nach Rio starte nach 22 Uhr, Nachtflug!

Ein bisschen Zeit muss ich noch vertrödeln, so gönne ich mir ein Bier und setze diesen Blog ab. Prost.